Die Geschichte hinter Hoizlisl

„Da muss doch mehr möglich sein.“

Die Idee zur Hoizlisl entstand im Trachtenverein.

Dort gehört der traditionelle Trachtenkorb einfach dazu. Doch eigentlich gibt es nur diesen einen Korb. Die Form ist bei allen gleich – vielleicht gibt es ihn noch in hell oder dunkel. Möglichkeiten, ihn individuell zu gestalten oder persönlich zu machen, gibt es kaum.

Zu dieser Zeit hatte ich bereits einen Laser. Ich hatte ihn mir angeschafft, weil mich auch bei anderen Holzarbeiten immer wieder gestört hatte, dass ich meine Werkstücke nicht so einfach individuell gestalten und personalisieren konnte.

Und irgendwann kam mir beim Blick auf den Trachtenkorb der Gedanke:

„Da muss doch mehr möglich sein.“

Eine eigene Form hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Kopf. Deshalb orientierte ich mich bei den ersten Versuchen zunächst am ursprünglichen Trachtenkorb.

Von der ersten Idee zum ersten Prototyp

Der erste Versuch liegt inzwischen etwa zwei Jahre zurück. Es war noch lange keine fertige Tasche. Ich habe lediglich eine Sperrholzplatte mit dem Laser ausgelasert und die einzelnen Teile zusammengesteckt.

Ich wollte zuerst einmal sehen, ob meine Idee überhaupt funktioniert.

Nach einigen Versuchen stand die grundsätzliche Form relativ schnell fest. Etwas länger dauerte die Suche nach dem richtigen Griff. Er sollte nicht nur optisch passen, sondern auch gut in der Hand liegen und zur gesamten Form passen.

Doch damit begann die eigentliche Entwicklungsarbeit erst.

Das richtige Material

Am Anfang fielen die Probleme mit dem Sperrholz noch gar nicht so sehr auf. Schwieriger wurde es, als die Tasche immer weiter verbessert werden sollte.

Sie sollte möglichst leicht werden. Gleichzeitig musste das Leder auf der Innenseite berücksichtigt werden. Für mich gehört ein hochwertiges Lederfutter einfach zur Hoizlisl dazu.

Mit den verschiedenen Versuchen zeigten sich aber immer mehr Probleme mit dem gekauften Sperrholz. Manche Platten ließen sich nicht sauber lasern, andere brachen bei der weiteren Bearbeitung.

Einmal habe ich dieselbe Tasche viermal angefertigt, weil sie mir in verschiedenen Stadien entweder gebrochen ist oder nicht richtig ausgelasert werden konnte.

Irgendwann war ich tatsächlich kurz davor, das Projekt aufzugeben.

Nach reiflicher Überlegung kam ich dann zu dem Schluss: Wenn ich das richtige Material nicht kaufen kann, muss ich es selbst herstellen.

Also begann ich, mein Sperrholz aus ausgewählten Furnieren selbst aufzubauen.

Aber auch damit war die Sache noch nicht gelöst. Denn Holz ist nicht gleich Holz. Schon bei den ersten Versuchen zeigte sich, dass sich beispielsweise Birke beim Lasern ganz anders verhält als Ahorn.

Leicht – aber trotzdem stabil

Die entscheidende Frage war nun:

Wie bekomme ich die notwendige Festigkeit, ohne dass die Tasche unnötig schwer wird?

Es folgten zahlreiche Versuche mit verschiedenen Furnieren, Holzarten und Aufbauten.

Dabei wurde nicht nur ausprobiert, ob etwas hält. Die verschiedenen Konstruktionen wurden belastet und getestet – bis hin zur kompletten Zerstörung.

Denn nur so konnte ich herausfinden, wo die Grenzen des Materials liegen.

Dabei zeigte sich auch: Leichter ist nicht automatisch besser.

Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem der Korb zwar immer leichter wurde, gleichzeitig aber die Stabilität deutlich darunter litt.

Also musste ich wieder einen Schritt zurückgehen.

Die Hoizlisl sollte nicht möglichst leicht um jeden Preis werden. Sie sollte stabil, belastbar und alltagstauglich sein. Dafür durfte sie auch ein wenig mehr wiegen.

Am Ende ging es darum, das richtige Verhältnis zwischen Gewicht, Stabilität und Belastbarkeit zu finden.

Aus einem Korb wird eine persönliche Hoizlisl

Als schließlich auch die passenden Beschläge und das richtige Leder für die Innenseite gefunden waren, war die technische Entwicklung weit fortgeschritten.

Aber die ursprüngliche Idee war noch immer da:

Jeder sollte die Möglichkeit haben, seine Hoizlisl persönlich zu gestalten.

Eine Gravur sollte deshalb nicht einfach nur irgendein Muster sein. Möglich sind beispielsweise ein Monogramm, ein Hobby oder der Beruf des Besitzers.

So wird aus einer Tasche aus Holz ein persönliches Einzelstück.

Und als besondere Veredelung kam schließlich noch echtes Blattgold dazu.

Der Moment, an dem ich wusste: Jetzt passt es

Der entscheidende Moment kam, als ich die erste wirklich fertige Hoizlisl an Traudi Vordermaier übergeben konnte.

Sie hat sich richtig darüber gefreut. Später fuhr sie damit nach Hause und schickte mir schöne Bilder aus Garmisch-Partenkirchen mit der Bergkulisse im Hintergrund.

Da wusste ich:

Jetzt ist es gut so.

Aus einer Idee war etwas Eigenes entstanden. Etwas, das nicht nur technisch funktioniert, sondern einem Menschen wirklich Freude macht.

Fertig ist man trotzdem nie

Trotzdem ist die Entwicklung damit nicht abgeschlossen.

Ich glaube nicht daran, dass man irgendwann sagen kann: Jetzt ist alles fertig und perfekt.

Man darf nicht stehen bleiben.

Neue Ideen kommen dazu, Erfahrungen fließen ein und Verbesserungen sind immer möglich.

Die Hoizlisl entwickelt sich deshalb weiter – Schritt für Schritt, mit jeder neuen Erfahrung und mit der Freude daran, aus Holz etwas Besonderes zu machen.

Die Hoizlisl ist ein eigenes Produkt. Nichts Nachgemachtes.

Und genau das war von Anfang an der Gedanke:

„Da muss doch mehr möglich sein.“

Hinweis zu Bildmaterial

Einige Stimmungsbilder oder Hintergründe auf dieser Website wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Die gezeigten Hoizlisl-Taschen und Atelierstücke stammen aus eigener Fertigung und zeigen echte Produkte.